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Mondkalender

Dieser Mondkalender zeigt Kurven für die Mondphase, die Höhe des Mondes über der Ekliptik und die scheinbare Größe (abhängig von der Entfernung). Geht man mit der Maus über die Graphik, erhält man zeitgenaue Daten und eine (abschaltbare) Darstellung der aktuellen Mondsichel (in richtiger Schräge bezogen auf den örtlichen Horizont). Man kann jeden Zeitpunkt auswählen (eingeben oder mit der Maus die Graphik ziehen) und den Bereich zwischen 1 Tag und 2 Jahren (Mausrad oder Schiebregler). Die Zeiten sind vorerst alle in UT (Greenwich). Daten ab Fr., 15. 10. 1582, sind gregorianisch, davor (bis einschließlich Do., 4. 10. 1582) julianisch, die zehn Tage dazwischen wurden im Zuge der gregorianischen Kalenderreform ausgelassen. Ist Ort verwenden aktiviert, so wird der Mondform in der richtigen Schrägstellung am Himmel angezeigt sowie bei Neumond auch die Sonne, so daß Sonnenfinsternisse simuliert werden. Ohne Ortsberücksichtigung benimmt sich der Mond wie ein völlig deutscher Gegenstand, wie das Herr Morgenstern einst anmerkte, und formt abnehmend den Bogen des deutschen und zunehmend den Bogen des deutschen . Etwaige Mondfinsternisse werden immer angezeigt.

Datum:   →jetzt     Zeitbereichzoom: (auch per Mausrad)
Breite: Länge:   Ort verwenden (sonst geozentrisch)
Tierkreis astrologisch astronomisch   kein Schlangenträger
aktuellen Mond zeichnen (an Mausposition, touch geht nicht)
aktuelle Planetenpositionen anzeigen (für Mausposition)
nur sichtbare

© Arndt Brünner, 7. 4. 2020
Version: 5. 8. 2021

Gärtnern nach dem Mond

Nach Maria Thun1 und anderen Vertretern der biologisch-dynamischen Landwirtschaft hat der Mond bzw. seine Stellung und Bewegungsrichtung (bzgl. der Ekliptik) bedeutenden Einfluß auf die Natur und deren Energien. Auch die Planeten und die Sonne. Ohne dies hier bewerten zu wollen, gebe ich auf dieser Seite die nötigen Informationen über die Stellungen der Himmelkörper.

Zu den Sternzeichen des Tierkreises: Diese wurden im 5. Jh. v. Chr. in ihrer Ausdehnung und Position am Himmel festgelegt. Infolge der Präzession der Erdachse wandern diese samt Frühlingspunkt (d.h. Anfang Widder) allerdings in ca. 27500  einmal um die Ekliptik, sind also nun in ihrer aktuellen astronomischen, wahren Himmelsposition um etwa 1,2 Sternbilder gegen die astrologischen verschoben. Es gibt sowohl in der Astrologie als auch (vor allem, scheint mir) in der biologisch-dynamischen Bewegung die Tendenz, den mit sehr guten Gründen als spekulativ bezweifelten Einfluß von scheinbaren Himmelkonstellationen (Sternbilder) mit Wissenschaftlichkeit scheinbar zu versöhnen, indem man astronomische Sternbilder heranziehz. Mir persönlich erscheint gerade das aber unwissenschaftlich, denn es geht nun von diesem kosmischen Einfluß des Fixsternhimmels mit seinen nur scheinbaren Konstellationen von Sternen aus (Sternbilder). Durchaus plausibel könnte m.E. hingegen das astrologische Modell sein, denn das teilt den Jahreslauf ausgehend vom Frühlingspunkt (Tag- und Nachtgleiche) in zwölf gleiche Teile; und das beschreibt seit Anbeginn der Zeit einen konstanten Rhythmus im Werden und Vergehen (Jahreszeiten). Die astrologische Einteilung des Tierkreises ist damit in meinen Augen die eigentlich objektive und, wenn man so will, auch wissenschaftlichere. Die Anthroposophen orientieren sich nach meinem Kenntnisstand jedoch nach den aktuellen astronomischen Stellungen der Sternbilder, jedenfalls Maria Thun.

Zuordnungen nach M. Thun1) und den anthroposophischen Lehren R. Steiners2):

SternbilderElementKleinklimaPflanzenorganzugeordnete Planeten/Sonne
Fische, Krebs, SkorpionWasserwäßrigBlattMars, Mond, Neptun
Widder, Löwe, SchützeWärmewarmFrucht
Löwe: auch Samen
Saturn, Merkur, Pluto
Stier, Jungfrau, SteinbockErdekühl/kaltWurzelSonne
Zwilling, Waage, WassermannLuftluftig/hellBlüteJupiter, Venus, Uranus

Planeten, die in ihrem Sternbild stehen, sollen dessen Wirkung verstärken, sonst u.U. modifizieren: Merkur als Wärmespender vor einem wäßrigen Sternbild führe etwa zu verstärkter Niederschlagsneigung; Venus (→Luft) vor Erdzeichen rege kühle Nächte mit Nebelbildung an.

Regeln:
(Um-)Pflanzen und Säen bei absteigendem Mond (Kräfte in die Wurzeln). Falls Kraft in den oberen Pflanzenteilen nötig oder erwünscht ist, bei aufsteigendem Mond.
Für die Art der Pflanze (bei allen Tätigkeiten) auf Charakter des Sternzeichens achten (Blütenpflanzen z.B. bei Luftzeichen, Blattpflanzen an Wasserzeichen usw.). Ausnahmen: Sammeln von Blättern in der Natur an Blütentagen, von Samen an Fruchttagen.
Für kultivierte Blattpflanzen, deren Saatgut geerntet werden soll, alle Arbeiten bis zur schön entwickelten Pflanze an Blattagen, alle späteren an Fruchttagen. Für Saatgut von Fruchtpflanzen alle Arbeiten an Fruchttagen.
Aussaat an Tagen, deren Sternzeichen der Art der Pflanze entsprechen.
Schneiden von Reisern bei aufsteigendem Mond, Stecken dann bei absteigendem Mond.
Lagerfrüchte an Blattagen ernten und ggf. konservieren.

1 Maria Thun (1922-2012): Pionierin des biologisch-dynamischen Pflanzenanbaus. Artikel auf Anthrowiki.at, Nachruf bei Demeter/Deutschland
2 Rudolf Steiner (1861-1925): österreichischer Anthroposoph. Trennte sich 1913 von der Theosophischen Gesellschaft und gründete die Anthroposophische Gesellschaft und das noch heute bestehende Goetheanum in Dornach als deren Sitz. →wikipedia